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EU-KI-Verordnung

EU-KI-Verordnung

Fristen der KI-Verordnung: was wann gilt

Die KI-Verordnung trat im August 2024 in Kraft, aber ihre Pflichten schalten sich in Wellen scharf — und der KI-Omnibus 2026 hat einige davon verschoben, nachdem das halbe Internet die alten Daten bereits auswendig gelernt hatte. Hier ist der aktuelle Zeitplan, samt der Daten, die ständig falsch zitiert werden.

Seit 2. Februar 2025: Verbote und KI-Kompetenz

Die erste Welle: die verbotenen Praktiken aus Artikel 5 (Social Scoring von Personen, manipulative Techniken, Emotionserkennung am Arbeitsplatz und in der Schule und der Rest) und die KI-Kompetenz-Pflicht aus Artikel 4. Artikel 4 übersehen kleine Teams am ehesten — er gilt für Anbieter und Betreiber ohne Größenschwelle, ist aber eine weiche, verhältnismäßige Pflicht: Sorge dafür, dass die Menschen, die KI für dich bedienen, wissen, was sie tun, und dass du das zeigen kannst. Für Solo-Gründer:innen mit technischem Hintergrund reicht eine kurze interne Notiz.

Seit 2. August 2025: Modellanbieter

Die Pflichten für Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck aus Kapitel V und die Governance-Maschinerie. Diese Welle bindet die Anthropics und OpenAIs dieser Welt — nicht dich als nachgelagerten Entwickler. Wenn du unsicher bist, auf welcher Seite der Linie du stehst, lies Anbieter oder Betreiber.

Seit 2. August 2026: die Welle, die Produkte trifft

Der Rest der Verordnung gilt — am wichtigsten die Transparenzpflichten aus Artikel 50: Chatbot-Hinweis, maschinenlesbare Kennzeichnung generierter Inhalte, Offenlegung veröffentlichter KI-Texte. Die nationale Marktüberwachung beginnt, und jede Person kann ab diesem Datum Beschwerde bei einer Behörde einlegen. Die Kommission hat die Durchsetzung bestätigt am 31. Juli 2026 — dieses Datum ist nicht gerutscht, allen Gerüchten zum Trotz.

2. Dezember 2026: die Übergangsfrist für die Kennzeichnung endet

Eine gezielte Übergangsregel: KI-Systeme, die vor dem 2. August 2026 bereits am Markt waren, bekommen vier zusätzliche Monate — bis zum 2. Dezember 2026 —, um die maschinenlesbare Kennzeichnung aus Artikel 50(2) umzusetzen. Nur die Kennzeichnung. Die Hinweispflichten aus 50(1) und 50(4) galten sofort, und Inhalte, die vor August 2026 erzeugt wurden, brauchen nie rückwirkende Labels.

Der KI-Omnibus hat Hochrisiko auf Dezember 2027 verschoben

Der KI-Omnibus — vorgeschlagen im November 2025, in Kraft seit dem 27. Juli 2026 — ist die größte Änderung am Zeitplan. Die Hochrisiko-Pflichten aus Anhang III (Konformitätsbewertung, Registrierung, CE-Kennzeichnungs-Apparat) gelten jetzt ab dem 2. Dezember 2027 statt ab August 2026, produktintegrierte Hochrisiko-Systeme ab August 2028. Der Omnibus ergänzte außerdem ein Verbot von KI, die nicht-einvernehmliche Intimbilder erzeugt, wirksam ab Dezember 2026, und weitete KMU-Erleichterungen aus. Quelle: die KI-Rahmenseite der Kommission.

Die Daten, die ständig falsch zitiert werden

  • „August 2026 ist die Hochrisiko-Frist.“ War sie — bis zum Omnibus. Hochrisiko ist jetzt Dezember 2027. August 2026 bleibt aber die Transparenz-Frist, und die trifft die meisten Produkte tatsächlich.
  • „Es gibt eine allgemeine Schonfrist.“ Gibt es nicht. Die einzige Übergangserleichterung für Produkte ist die Kennzeichnungs-Übergangsfrist aus 50(2) bis Dezember 2026 — und nur für Systeme, die vor August 2026 am Markt waren.
  • „Alte KI-Inhalte müssen rückwirkend gelabelt werden.“ Nein — Inhalte von vor Geltungsbeginn liegen außerhalb.
  • „Artikel 4 startet mit dem Rest 2026.“ KI-Kompetenz gilt seit Februar 2025. Sie ist billig zu erfüllen; mach es jetzt.

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Keine Rechtsberatung

Diese Seiten und der Selbstcheck geben Praxiserfahrung aus der Compliance-Arbeit an unserem eigenen Produkt weiter. Sie sind technische Orientierung, keine Rechtsberatung — für rechtliche Fragen zu deiner konkreten Situation sprich mit einer Anwältin oder einem Anwalt.